AUSLOBUNG

Die Verbände der Gaswirtschaft loben unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Anja Karliczek zum 20. Mal den INNOVATIONSPREIS DER DEUTSCHEN GASWIRTSCHAFT aus und würdigen damit innovative Entwicklungen und Konzepte aus Industrie, Handwerk und Wissenschaft.

Besonders eingeladen zur Teilnahme werden Bewerber, die

  • gasbasierte Effizienztechnologien und –verfahren, die einen besonders sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen gewährleisten, auch in Kombination mit erneuerbaren Energien oder
  • exzellente Ideen und Technologien für energieeffiziente Anwendungen, Umwandlungs-, Transport- und Speicherlösungen mit Innovationspotenzial in Zusammenhang mit Gas

entwickeln, vorantreiben und umsetzen.

Die Projekte sollen Ausdruck eines ausgeprägten Engagements der Teilnehmer für Klimaschutz und Ressourcenschonung sein. Vergeben wird der Preis in den folgenden fünf Kategorien:

  • INNOVATIVE PRODUKTE
  • EFFIZIENTE ENERGIEKONZEPTE
  • FORSCHUNG & ENTWICKLUNG
  • MOBILITÄT & VERKEHR
  • SONDERPREIS START-UP

Bewerben können sich Unternehmen oder Personen aus Industrie, Gewerbe, Handwerk, Freiberufler, Einrichtungen der öffentlichen Hand und der Wissenschaft, insbesondere auch Unternehmensgründer.

Beginn Bewerbungsphase: 09. Juli 2018
Einsendeschluss: 15. September 2018

Die Preisverleihung wird am 22. November in Berlin im Rahmen einer Festveranstaltung stattfinden.


Kategorie
Innovative Produkte

Innovationen sind der Motor jeder Entwicklung. Aus kreativem Denken entstehen neue Ansätze, die den Fortschritt einer Gesellschaft auf den Weg bringen. Dabei ist die neue Idee nur der erste Schritt einer erfolgreichen Entwicklung. Ihre Umsetzung bis hin zur technologischen Marktreife birgt große Risiken, aber auch große Chancen.

In dieser Kategorie möchten wir den Mut zur Umsetzung besonders innovativer Ansätze von Produkten mit effizienter und emissionsarmer Nutzung von Erdgas / Biomethan würdigen. Die technologischen Entwicklungen sollen sich für diese Kategorie mindestens in der Erprobungs-, aber maximal in der Markteinführungsphase befinden. Eine Nutzung im privaten oder gewerblichen Umfeld ist dabei unerheblich, denn die Energie- und Wärmewende betrifft alle Anwendungen. Ihr Produkt sollte für diesen anstehenden Umbau wirksame Impulse für eine nachhaltige Energieversorgung liefern.

Preisträger 2016

sunfire GmbH: RSOC-Electrolyseur – reversible Hochtemperatur-Dampfelektrolyse

Die reversible Hochtemperatur-Dampfelektrolyse (RSOC) vereint Elektrolyse und die Brennstoffzelle in einer Anlage. Das System nimmt im Elektrolysemodus überschüssigen erneuerbaren Strom auf, wandelt ihn in Wasserstoff um und speichert diesen in hochkomprimierter Form. Wird Strom benötigt, wird dieser im Brennstoffzellenmodus auf Basis des zwischengespeicherten Wasserstoffs erzeugt. Im Brennstoffzellenmodus ist auch die Verwendung von Erdgas oder Biomethan aus dem Netz möglich. Das System liefert im Elektrolyse-Modus Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von bis zu 85%. Im Brennstoffzellenmodus kann es mit einer Effizienz von bis zu 60% Strom erzeugen. Zusätzlich kann Wärme ausgekoppelt werden. Damit liegt der Gesamtwirkungsgrad des KWK-Systems bei über 80%. Der erzeugte Wasserstoff kann direkt für Industrieprozesse und für den Mobilitätssektor genutzt werden. Die Hochtemperatur dampfelektrolyse kann auch für die Produktion von synthetischem Erdgas in Power-to-Gas-Anlagen angewendet werden, wobei die bei der Methanisierung entstehende Wärme direkt zur Dampferzeugung wiederverwendet wird.

Die Jury zeichnet mit diesem Produkt eine innovative, zukunftsfähige Lösung zur Speicherung und flexiblen Bereitstellung erneuerbarer Energien aus.

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Kategorie
Effiziente Energiekonzepte

Die Entwicklung neuer und effizienter Energiekonzepte ist eine Herausforderung zur Umsetzung der Wärmewende. Wärme und Strom aus verschiedenen Quellen müssen aufeinander abgestimmt werden und Speichertechnologien ihren Praxistest bestehen. Dabei müssen die Kosten von Bau und Betrieb überschaubar bleiben und im reellen Projekt ein hohes Maß an Versorgungssicherheit bieten.

In der Kombination von Technologien, Verfahren und Prozessen liegt die Chance zum Erreichen höchster Wirkungsgrade bei minimierten Verlusten in der Umwandlung oder Nutzung von Erdgas / Biomethan. Ein Ziel ist die Einbeziehung von Umwelt- oder industrieller Abwärme, wobei der Einsatz von Speichern zur weiteren Einsparung von Primärenergie führen kann. Wir fordern Planer und Entwickler solch herausragender, multivalenter Energiekonzepte auf, ihr Projekt von unserer Jury bewerten und gegebenenfalls auszeichnen zu lassen.

Preisträger 2016

aluta Wärmetechnik GmbH: Einsatz der Brennwerttuning-Technologie in einem denkmalgeschützten Wohngebiet

Die aluta Wärmetechnik GmbH hat gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Lang ein Anlagenkonzept für die Nahwärmeversorgung eines denkmalgeschützten Wohngebiets in Berlin mit 784 Wohneinheiten entwickelt und umgesetzt. Die Aufgabe bestand darin, den Energieverbrauch nachhaltig durch den Umbau der bislang ölbefeuerten Altanlage zu senken, da aufgrund des Denkmalschutzes umfangreiche Dämmmaßnahmen der Gebäudehülle nicht möglich sind. Dass auch die Bauart der Raumheizung (Heizkörper, Verrohrung) nicht verändert werden durfte, stellte eine weitere Herausforderung dar, denn das Einrohrsystem im Heizkreislauf erfordert hohe Vor- und Rücklauftemperaturen (80°C/65°C) und lässt den Betrieb energieeffizienter Brennwertkessel nicht zu. Um dieses Problem zu lösen, wurde das vom Ingenieurbüro Lang entwickelte Brennwerttuning eingesetzt. Hierbei wird durch Gasabsorptionskältemaschinen ein Kältekreislauf von 25°C erzeugt, der die effektive Kondensation der Abgase der Heizkessel (gasbetriebene NT-Heizkessel) bewerkstelligt. Die dabei entstehende Abwärme wird dem Heizungsrücklauf bei 65°C zurückgeführt und somit der Gasverbrauch für die Heizung deutlich reduziert. Dieses Anlagenkonzept hat eine energetische Einsparung von über 30% ermöglicht, davon 4,5% resultierend aus dem Brennwerttuning.

Die Jury zeichnet mit diesem Projekt ein Anlagenkonzept aus, das durch den Einsatz gasbasierter Technologien zur Wärmeerzeugung Restriktionen im Gebäudebestand überwindet und durch die Einsparung von Energie und Treibhausgasen einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

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Kategorie
Forschung & Entwicklung

An den Hochschulen und anderen, wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen arbeiten viele kluge und kreative Köpfe ohne gedankliche Schranken an Lösungen für ein Gelingen von Energie- und Wärmewende. Mit großem Durchhaltevermögen liefern junge Forscher Optimierungen von bestehenden Verfahren und Technologien und prüfen ganz neue Ansätze auf ihre Machbarkeit. Sie ermitteln in umfangreicher Grundlagenforschung Betriebsparameter und Prozessdaten, ohne den Blick für die späterer Anwendung und ihre Zielgruppen aus den Augen zu verlieren.

Der Innovationspreis prämiert in der Kategorie Forschung & Entwicklung solche Studien, Projekte und Ausarbeitungen zur zukunftsweisenden Anwendung von Erdgas und erneuerbaren Gasen, die ein hohes Innovationspotenzial und eine gute Aussicht auf die tatsächliche Umsetzung haben. Ebenso berechtigt ein Beitrag zum erfolgreichen Transfer von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen in die betriebliche Praxis zur Teilnahme an der Ausschreibung.

Preisträger 2016

TU Berlin, Exzellenzcluster UniCat: Synthese von C2-Bausteinen aus Methan durch Chemical Looping

Die Synthese von Ethen und seiner Folgeprodukte aus Methan stellt derzeit keine wirtschaftlich attraktive Alternative zur Verwendung von Erdöl als Rohstoff dar. Durch die gleichzeitige Einspeisung von Methan und Sauerstoff in konventionellen Reaktoren wird durch die Wärmeentwicklung ein hoher Anteil an Verbrennungsprodukten gebildet und die Ausbeute von C2-Bausteinen ist niedrig. In diesem Projekt wurde untersucht, ob der Chemical Looping-Prozess, bei dem beide Reaktionspartner zeitlich oder räumlich getrennt voneinander dem Reaktor zugeführt werden, eine wirtschaftliche Ethenproduktion mit Methan ermöglicht. Dabei wird der Katalysator im ersten Schritt mit Luft oxidiert und mit Hilfe eines Spülgases der Restsauerstoff entfernt. Im zweiten Schritt wird Methan über den oxidierten Katalysator geleitet, so dass der Prozess nahezu ohne Nebenwirkungen stattfindet. Die Simulation des Chemical Looping im Labormaßstab belegt, dass die C2-Ausbeute deutlich höher ist als bei konventionellen Festbettreaktoren. Zudem ermöglicht dieser Prozess eine höhere Methanumwandlungsrate, da keine Explosionsgefahr besteht. Aufgrund dieser Ergebnisse ist von einer möglichen wirtschaftlichen Verwendung von Methan für die Synthese von Ethen auszugehen, wobei sowohl Erdgas als auch erneuerbare Gase (biogene Gase, Powergas) als Rohstoffquelle dienen können. Daher wird im Rahmen dieses Projekts die Weiterentwicklung zu einem echten Chemical-Looping-Prozesses angestrebt.

Die Jury zeichnet dieses Projekt als einen innovativen Weg der Ethenproduktion mit Methan aus, womit die Industrie durch die Einsparung von CO2 einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz liefern kann.

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Kategorie
Mobilität & Verkehr

Der Verkehrssektor hat für das Erreichen der CO2-Emissionsziele eine entscheidende Bedeutung. Die E-Mobilität wird nur einen kleinen Teil der Transportaufgaben abbilden können. Insbesondere bei steigender Tonnage – von Bussen und LKWs bis hin zum Schwerlast-, Schienen- und Schiffsverkehr – besteht stets Bedarf nach einem auch für große Reichweiten ausreichend speicherbaren Treibstoff.

Mit dem in dieser Kategorie vergebenen Preis erkennt die Jury Projekte, Ideen und Initiativen an, die einen Beitrag für die weitere Verbreitung von Erdgas / Biomethan als umweltschonenden, CO2-armen, SOx-freien Kraftstoff in der Mobilität leisten. Neben reiner Fahrzeug-, Motoren- und/oder Verbrennungstechnik gehören auch Systemlösungen zur Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten, optimierter Infrastruktur, verlässlicher Verfügbarkeit oder mit regionaler, dezentraler Wertschöpfung in diese Kategorie.

Preisträger 2016

Meyer Logistik GmbH & Co. KG: 20 LNG-Sattelzugmaschinen für die innerstädtische Lebensmittellogistik

20 LNG-Sattelzugmaschinen werden für die Lebensmittelversorgung der Berliner Innenstadt eingesetzt. Durch die Verwendung von LNG als Antriebsenergie wird Energie und somit CO2 eingespart sowie Lärm- und Feinstaubbelastungen reduziert. Dieses Projekt trägt somit zur Verbesserung der Lebensqualität in Ballungsräumen bei. Durch den Bau einer öffentlich zugänglichen LNG-Tankstelle wird der Kraftstoff für weitere Nutzer verfügbar.

Die Jury zeichnet dieses Vorhaben als einen zukunftsweisenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz aus, das zur Verbesserung der Lebensqualität in Innenstädten führt und somit von hoher gesellschaftlicher Relevanz ist.

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Sonderpreis
Start-Up

Das Lob gehört den Mutigen. Der Sprung aus der Forschung in die Wirtschaft ist nicht leicht – neben technologisch-wissenschaftlichen Kenntnissen sind nun auch betriebswirtschaftliche Fähigkeiten und nachhaltige Marketingansätze gefragt. Der Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft würdigt in seiner zwanzigsten Auflage erstmals junge, innovative Unternehmen und Gründer mit einer eigenen Preiskategorie und bietet dieser Gruppe zusätzliche Aufmerksamkeit in einer breiten Zielgruppe an.

Bewerben Sie sich um den Sonderpreis, indem Sie Ihre innovativen und energieeffizienten Anwendungen, Produkte und Verfahren, sowie Mobilitätskonzepte mit einem Bezug zum Gas unserer fachkundigen Jury vorstellen. Diese Kategorie hat neben der Forderung nach einer Gasanwendung keine weiteren technologischen Einschränkungen. Es muss sich jedoch um ein Start-up handeln, die eine neue Idee losgelöst von einem etablierten Unternehmen an den Start bringt.

TEILNAHME-BEDINUNGEN

Preisverleihung
22.11.
2018
Berlin

Zum 20. Mal verleihen die Verbände der Gaswirtschaft den INNOVATIONSPREIS DER DEUTSCHEN GASWIRTSCHAFT. Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Anja Karliczek werden am 22. November 2018, in der KulturBrauerei in Berlin, die Preisträger gewürdigt. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung werden innovative Entwicklungen und Konzepte aus Industrie, Handwerk und Wissenschaft vorgestellt und ausgezeichnet.

PROGRAMM | 22.November 2018

18:00 Uhr
Empfang & Fingerfood

18:30 Uhr
Begrüßung
Matthias Killing | Moderation

Grusswort
Dr. Michael Meister | Staatssekretär, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Keynote
Mario Mehren | Vorstandsvorsitzender, Wintershall

19:00 Uhr
Preisverleihung
Innovative Produkte

Effiziente Energiekonzepte

Start-Up Sonderpreis

Forschung und Entwicklung

Mobilität und Verkehr

20:00 Uhr
Innovationstalk
Hans-Joachim Polk | Präsident, ASUE

Dr. Anke Tuschek | Mitglied der Hauptgeschäftsführung, BDEW

Prof. Dr. Gerald Linke | Vorstandsvorsitzender, DVGW

Dr. Timm Kehler | Vorstand, Zukunft ERDGAS

Matthias Killing | Moderation

20:30 Uhr
Food & Talk

Portrait: Anja Karliczek

„Energiewende und Klimaschutzziele stellen uns vor große Herausforderungen. Nur mit klugen neuen Ideen und Lösungen werden wir die vor uns liegenden Aufgaben meistern. Deswegen wollen wir bis 2025 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Forschung und Entwicklung investieren. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft stehen in der Pflicht, dieses Ziel zu erreichen. Deshalb freue ich mich über die Initiative der Gaswirtschaft, innovative Ideen der Branche auszuzeichnen und zu fördern. Start-ups, Hochschulen und Unternehmer belegen eindrucksvoll: Die deutsche Gaswirtschaft bleibt innovativ und zukunftsgewandt!“
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung


„Der INNOVATIONSPREIS DER DEUTSCHEN GASWIRTSCHAFT zeichnet seit 40 Jahren engagierte Fachleute aus, die sich auf dem Gebiet der Erzeugung, Fortleitung und Anwendung von Erdgas und erneuerbaren Gasen durch besonders innovative Ideen und Produkte auszeichnen. Das Ziel, Gas noch effizienter, klimaschonender und vielseitiger zu machen, trifft bei der Preisverleihung stets auf hohe Aufmerksamkeit und trägt zum weiteren Erfolg moderner Gastechnologien bei. Unser stetes Engagement bei der Gestaltung zukunftsfähiger Gasanwendungen wird einen maßgeblichen positiven Einfluss auf das Erreichen der Klimaschutzziele 2050 haben.“
Hans-Joachim Polk, Präsident ASUE e.V.

Portrait: Hans Joachim Polk

Portrait: Marie-Luise Wolf

„Die Energiewende hat bereits eine große Zahl neuer Innovationen freigesetzt, die uns in Zukunft ermöglichen werden, wertvolle Energie möglichst effizient zu nutzen. Der INNOVATIONSPREIS DER DEUTSCHEN GASWIRTSCHAFT bietet jedes Mal mutigen Erfindern, Entwicklern und Ingenieuren ein Podium, Energie noch klimafreundlicher, sicherer und wirtschaftlicher anzuwenden.“
Marie-Luise Wolff, Präsidentin BDEW



„Bei der Energiewende können Gase und Gasinfrastrukturen einen zentralen Beitrag zur Treibhausgasneutralität leisten. Die Gaswirtschaft gestaltet diesen Transformationsprozess durch einen von intensiver Forschung und Entwicklung geprägten Innovationsschub. Grüne Gase, Power-to-Gas, flexible Infrastrukturen und hocheffiziente Anwendungstechnologien tragen dazu bei, dass der Energieträger Gas fester Bestandteil zukünftiger Energiesysteme bleiben wird.“
Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender DVGW

Portrait: Prof. Dr. Gerald Linke

Portrait: Dr. Timm Kehler

„Entwicklungen wie die Power-to-Gas-Technologie und Anwendungen mit grünem Gas machen deutlich, dass ERDGAS als zuverlässlicher Partner der Erneuerbaren unsere Energiezukunft mitgestalten wird. Mit dem INNOVATIONSPREIS DER DEUTSCHEN GASWIRTSCHAFT zeigt die Branche: Wir sind heute schon fit für die Zukunft und fördern zukunftsweisende Ideen rund um den Energieträger Gas.“
Dr. Timm Kehler, Vorstand Zukunft ERDGAS


„Während eine vielköpfige Kommission noch diskutiert, wann und wie sich der längst überfällige deutsche Kohleausstieg umsetzen lässt, präsentiert die Gaswirtschaft längst Antworten auf diese Fragen. Raus aus der Kohle und rein in eine echte Energiewende? Das geht nur mit Gas! Unsere Branche ist kreativ, schöpferisch und hat zahlreiche, innovative Ideen für einen zügigen und effizienten Umbau unserer Energiesysteme in petto. Als Partner freuen wir uns, den Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft zu unterstützen und einigen dieser Ideen eine große Bühne für die Weiterentwicklung bieten zu können.“
Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender Wintershall Holding GmbH

Portrait: Mario Mehren

ÜBER DEN PREIS

Wir nehmen die Herausforderung an! Aktuell stagniert in Deutschland die dringend gebotene Reduktion von CO2-Emissionen. Das Engagement um die Umsetzung der Energie- und Wärmewende hat viele exzellente Ideen hervorgebracht, aber genauso viele ideologisch geprägte Ansätze von geringer Realisierbarkeit.

Für eine schnelle und wirtschaftliche Reduktion der klimaschädlichen Emissionen ist Erdgas wegen seiner guten Speicherbarkeit und emissionsarmen Verbrennung ein wichtiger Pfeiler der Energiewende. Durch seine hocheffiziente Anwendungstechnik kann Erdgas in allen Bereichen – Wärmemarkt, Mobilität und Industrie – einen Beitrag leisten, ohne dabei den Weg der nahezu vollkommenen Dekarbonisierung zu verbauen. Gas aus erneuerbaren Quellen kann kontinuierlich in allen Bereichen eingesetzt werden, wobei hohe Erwartungen an eine hohe Effizienz bestehen. Diese Projektspezifikationen erfordern jedoch zunehmend interdisziplinäres technisches, ökologisches, soziales und ökonomisches Wissen.

Der INNOVATIONSPREIS DER DEUTSCHEN GASWIRTSCHAFT möchte bei seiner zwanzigsten Verleihung die Mutigen belohnen. Denn nur wer Innovationen wagt, den Wettbewerb aufnimmt und langen Atem beweist, der wird den Klimaschutz voranbringen.

Gemeinsam blicken die Initiatoren des Preiswettbewerbs – ASUE, BDEW, DVGW und Zukunft ERDGAS – auf zahlreiche ausgezeichnete Projekte zurück, die ihrer Zeit häufig voraus waren: Der Preis wird in diesem Jahr in den Kategorien INNOVATIVE PRODUKTE, ENERGIEKONZEPTE IM WÄRMEMARKT, FORSCHUNG & ENTWICKLUNG, MOBILITÄT & VERKEHR sowie SONDERPREIS START-UP vergeben. Neben aktuellen Produktinnovationen wurde schon immer auf die Forschungs- und Entwicklungsperspektive Wert gelegt, um dauerhaft zukunftsfähige, gasbasierte Technologien in den Markt begleiten zu können. Neuen Energiekonzepten wurde große Beachtung geschenkt – genauso umweltschonenden Mobilitäts- und Verkehrslösungen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden rund 45 Vorhaben ausgezeichnet. Darunter waren:

  • 2000 der Aufbau einer Hot-Module Anlage einer Brennstoffzelle
  • 2002 ein Erdgasfahrzeug mit umweltschonender Antriebstechnik
  • 2004 Entwicklung eines Mini-BHKW für Einfamilienhäuser
  • 2006 Kombination einer Gasabsorptions-Wärmepumpe mit einem Eisspeicher
  • 2008 Einrichtung der ersten Biogastankstelle
  • 2010 Aufbau der ersten Power to Gas-Anlage
  • 2012 Marktreife Entwicklung einer Brennstoffzelle mit hohem Wirkungsgrad
  • 2014 Entwicklung einer elektronischen Steuerung zur Integration von Umweltenergie
  • 2016 bei Entwicklung eines biologischen Verfahrens zur Methanisierung von Wasserstoff

Mit der Verleihung des INNOVATIONSPREISES DER DEUTSCHEN GASWIRTSCHAFT verbindet die Preisinitiatoren das Ziel, innovative Ansätze und Ideen der Energieeffizienz zu würdigen und ihre weitere Entwicklung und Markteinführung zu unterstützen. Die Preisverleihung bringt kreative, innovative und der Nachhaltigkeit verbundene Menschen zum Gedankenaustausch zusammen. Dabei haben prominente Gäste wie Dr. Angela Merkel, Dr. Ulf Merbold und Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer mit Ihren Beiträgen Pionierarbeiten und Langmut von Preisträgern gewürdigt. Und schließlich hat erst die mit angesehenen Experten besetzte Jury mit ihren Entscheidungen die Vergabe der Auszeichnungen für exzellente Projekte ermöglicht.

DIE JURY

Über die Vergabe der Preise, Auszeichnungen und Anerkennungen entscheidet eine unabhängige Jury aus Vertretern der Wissenschaft und Verbänden der Gaswirtschaft.

Prof. Dr. Reinhard Schomäcker
Technische Universität Berlin, Fakultät II, Institut für Chemie
Dr.-Ing. Volker Bartsch
DVGW Hauptgeschäftsführung, Leiter Büro Berlin
Dr. Timm Kehler
Zukunft ERDGAS e.V., Vorstand
Jürgen Stefan Kukuk
ASUE – Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V., Geschäftsführer
Ingram Täschner
BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Fachgebietsleiter Biogas und Erdgasanwendungen
Christian Seelos
energate gmbh, Chefredakteur energate-Fachverlag
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